Die galaktische Turnfee Nereida Drei

Kap. 65: Rosalanja Smukapia

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Donnerstag Nachmittag. Beata hatte ihre letzte Schulstunde beendet, kehrte voll beladen vom Einkaufen nach Hause zurück. Sie bereitete ihr Mittag zu, setzte sich dann gemütlich an ihren Esstisch. Nach dem Essen bestückte sie ihren Geschirrspüler und schaltete ihn ein. Sie ging in ihr Wohnzimmer, wollte sich um die Korrektur einer Klassenarbeit kümmern. Da wurde ihr bewusst, dass jemand an sie dachte. Ein "Ferngespräch" aus R-Wi. Sie begann langsam im Raum zu tänzeln. Lorinda: R-Wi-alo Tinaxana Beata ke-re-whenn-inne, hier Lorinda Dantsamona. Beata: R-Wi-alo Lorinda, wie schön, von dir zu hören! Wie geht es dir? Lorinda: Danke, gut. Ich wollte dir noch mal sagen, wie sehr ich mich gefreut habe, dich endlich mal wieder gesehen zu haben. Beata: Das fand ich auch genauso! Ich war ja lange Zeit nicht mehr zuhause. Lorinda: Wo warst du denn so lange? Beata: Auf dem Planeten Erde in der Milchstraßengalaxie. Da bin ich jetzt übrigens auch. Lorinda: Hey, so weit weg! Was machst du denn da? Beata erzählte Lorinda von ihrer Vergangenheit als Tabea, von ihrer Rolle als neue Tochter von Brigitta und Hans Drey. Lorinda: Ach so war das. Ich verstehe. Um die Harmonie für Brigitta und Hans zu bewahren, wurdest du Tabea. Und Nereida hatte dich wiedergefunden? Beata: Genau. Und drei Erdenbewohner hatten Nereida dabei geholfen. Du kennst sie: Ingo, Oksana und Lisa. Lorinda: Alle drei? Ist Lisa etwa auch von der Erde? Beata: Ja. Sie lebt hier in der selben Siedlung wie ich. Lorinda: Du Beata, Lisa hat meine Verletzung geheilt, sie ist eine echte Heilerin! Beata: Lisa ist auch auf der Erde eine Heilerin. Lorinda: Wirklich? Aber sie trug die beiden Heilkreise auf ihrem Turnanzug. Beata: Sie wurde von Altidantsa Sweliana zur Heilerin in R-Wi ernannt. Das war kurz, bevor wir dich trafen. Ich war dabei! Lorinda: Ach daher kommt das. Nur habe ich jetzt ein Problem. Beata: Welches Problem denn, Lorinda? Lorinda: Ich habe von Lisas Heilkräften erzählt, unter anderem Rosalanja Smukapia, meiner anderen Freundin. Du kennst sie ja auch. Beata: Rosalanja, oh ja, lange nicht gesehen... Sie seufzte beim Gedanken an ihre andere Freundin. Beata: ...natürlich kenne ich sie. Und was ist mit ihr? Lorinda: Rosalanja und die anderen alle haben mir von eigenen Gesundheitsproblemen erzählt, und ob Lisa auch mal zu ihnen kommen könnte, um ihnen zu helfen. Beata: Das geht nicht, da Lisa eine Erdenfrau ist und hier lebt. Sie kann den Intergalaktischen Verschiebetanz nicht tanzen. Lorinda: Aber DU kannst ihn. Und du kannst sie doch mitnehmen. Beata: Das stimmt. Aber Lorinda, da wiederum habe ich ein Problem. Lorinda: Was denn für ein Problem? Beata: Sie wird nicht mitkommen wollen. Lorinda: Warum denn nicht? Beata: Weil mir und Nereida einst ein Missgeschick passiert ist. Beata erzählte Lorinda von dem Drama um Lisa in Nereidas Haus. Lorinda: Oh, das ist ja echt unglücklich gelaufen! Wie schrecklich für Lisa! Beata: Ja, das tut mir immer noch so leid. Nereida und ich waren sehr betroffen! Lorinda: Oh Beata... Dann verstehe ich, dass Lisa nicht mitkommen will. Könnte ich mit Rosalanja auf die Erde kommen? Beata: Das geht leider nicht, den Intergalaktischen Verschiebetanz können und dürfen nur die R-Wi-i vom Außenministerium tanzen. Also zum Beispiel Nereida, Kollato, Perenda und ich. Lorinda: Ach ja, stimmt. Was machen wir denn da? Beata: Hm... Kollato erzählte mal, dass auch Fernheilen möglich sei. Lorinda: Oh ja, da bitte ich dich mal ein gutes Wort bei Lisa für mich und Rosalanja einzulegen. Beata: Ich versuche es. Vielleicht klappt es. Zumal Lisa auch wie wir fern kommunizieren kann. Lorinda: Das ist ja schön. Dann kann ich sie auch direkt fragen. Beata: Nein, liebe Freundin, lass das lieber mich machen. Ich frage sie lieber hier vor Ort. Ich kenne sie genauer. Lorinda: Gut. Danke Beata-ke-re-whenn-inne! Sag Lisa ganz lieben Dank und Gruß von mir. Beata: Das richte ich ihr aus! Lorinda: Und sprich dann mit Rosalanja. Hauduh Beata! Beata: Das mache ich. Hauduh Lorinda! Das intergalaktische Gedankengespräch war zu Ende. Beata dachte für sich: Da sieh mal einer an, wer von den Erdbewohnern auf R-Wi den größten Eindruck bei den R-Wi-i hinterlassen hat. Nicht Oksana und Ingo, denen R-Wi gefiel, sondern Lisa, der die größte Panne passierte. Sie griff zum Telefon, wählte Lisas Nummer. Beata hätte einfach an Lisa denken können, doch sie bevorzugte die Kommunikation nach Art der Erdbewohner über Telefon. Dazu war sie schon zu lange selber eine Erdenfrau. "Guten Tag, hier Lisa Ellbrede, wer spricht?" "Hallo Lisa, hier Bea." "Oh hallo Bea, schön, dass du anrufst. Was gibt es denn?" "Ich bekam eben gerade einen, naja, Anruf." "Wer hat dich denn angerufen?" "Lorinda. Lorinda Dantsamona." "Das ist ja nett. Was möchte sie denn?" "Zuerst möchte sie dir danken, dafür, dass du sie geheilt hast. Und dich ganz lieb grüßen." "Das habe ich doch gerne gemacht. Das freut mich sehr. Grüße sie mal wieder lieb zurück." "Das werde ich tun. Nun hat Lorinda aber von dir weiter erzählt, und eine Freundin von ihr hat ebenfalls ein Gesundheitsproblem." Lisa nahm eine abwehrende Haltung ein. "Ich verstehe. Du willst mich also wieder nach R-Wi mitnehmen, oder?" "Das wäre der erste von drei Wegen. Aber da erinnere ich mich, dass du das nicht möchtest." Lisa reagierte nicht darauf. Sie hatte einen eigenen Vorschlag: "Lorinda könnte doch ihre Freundin mit zur Erde nehmen, oder?" "Das wäre der zweite Weg, das geht aber auch nicht, da sie beide den Intergalaktischen Verschiebetanz nicht können. Es wird auch nicht gern gesehen, da nur bestimmte R-Wi-i das tun dürfen. Und ebenso ungern gesehen wird, wenn ich sie hierher bringe. Und Lorindas Freundin ist verletzt, sie kann derzeit nur eingeschränkt tanzen. Selbst wenn sie es dürfte, könnte sie es verletzungsbedingt nicht." "Tja, wenn das nicht geht, was ist denn der dritte Weg?" Beata holte tief Luft. "Du kannst sie fernheilen." "Meinst du, Bea, dass das klappt? Also über ganze Sternensysteme hinweg?" "Kollato sprach davon, als wir auf den Platz der Großen Harmonie waren. Er war davon überzeugt. Wir könnten es zumindest mal ausprobieren. "Stimmt, ich erinnere mich jetzt. Es wäre einen Versuch wert." "Klasse! Hast du Zeit, dann würde ich jetzt zu dir kommen." "Mit dem Lichttaxi?" Beata lachte. "Nein, ich komme herkömmlich, mit meinem Wagen." "Dann habe ich noch etwas Zeit, hier aufzuräumen." "Vielleicht ist das gar nicht schlecht, Lisa, falls wir ein wenig tanzen werden. Keine Panik, wir bleiben auf der Erde! Bis gleich dann." "Ja Bea. Tschüss." --------------- 15 Minuten später war Beata bei Lisa zuhause. Sie schilderte Lisa das Thema nochmal. Lisa meinte: "Also ich habe noch niemanden über die Ferne geheilt, und schon gar nicht über Galaxien hinweg. Ich weiß auch nicht, wie es funktioniert." "Wir könnten Kollato fragen. Ich kommuniziere mit ihn und ich klinke dich in das Gespräch mit ein." "Ja, mach das, Bea." Beata konzentrierte sich auf Kollato. Beata: R-Wi-alo Kollato Folsomio, hier Tinaxana Beata. Lisa hört mit. Ich habe eine Frage. Kollato: R-Wi-alo Beata, hallo Lisa, wie kann ich euch helfen? Beata: Wir möchten von dir wissen, was Fernheilen für Voraussetzungen benötigt. Und wie Lisa das machen kann. Und ob das auch von der Erde aus funktioniert. Kollato: Eigentlich sollte es auch von der Erde aus klappen. Lisa wurde ja von Altidantsa offiziell zur Heilerin ernannt. Und du, Lisa, müsstest dazu den Turnanzug mit den Heilkreisen tragen. Lisa: Aber den habe ich hier nicht. Ich habe nur den schwarzen Turnanzug Nereida-III hier. Kollato: Dann müsste Beata dir den Turnanzug mit den Heilkreisen tanzen. Beata: Ich kann Lisa zwar einen Turnanzug tanzen, aber nicht einen mit den Heilkreisen. Das kann und darf, glaube ich, nur die Oberste Bewahrerin der Harmonie, also Altidantsa. Kollato: Stimmt. Lisa: Können wir nicht Altidantsa um Erlaubnis bitten? Jemand von uns dreien? Kollato: Ich werde sie fragen. Wenn sie es macht, wovon ich ausgehe, wird sie mit euch Kontakt aufnehmen. Bis gleich. "Na, da bin ich ja mal gespannt", meinte Lisa. "Ich auch. Ich geh mal kurz zu meinem Auto und hole meine Tasche." Beata ging rasch hinaus und holte ihre Sporttasche herein. "Hier ist mein Turnanzug drin. Den werde ich wohl gleich brauchen. Ich ziehe ihn sofort mal an." "Muss ich meinen auch anziehen?", fragte Lisa. "Ich glaube nicht, du wirst ja einen neuen bekommen. Du kannst aber deine Sachen schon mal ausziehen." Lisa ließ die Jalousien herunter, zog sich aus. Beata zog ihre Sachen aus und ihren Turnanzug an. Es war der Nereida-III. Sie warteten. Kollato meldete sich wieder: Hallo Beata und Lisa, hier noch mal Kollato. Altidantsa hat es befürwortet. Sie hat gerade zu tun, wird sich in ein paar Minuten dann aber direkt an euch beide wenden. Macht dort, wo ihr seid, schon mal Platz frei zum Tanzen. Beata: Machen wir. Danke Kollato! Hauduh! Beata und Lisa räumten den Wohnzimmertisch zur Seite und warteten. Drei Minuten später rief Altidantsa die beiden. Altidantsa: Liebe Tinaxana Beata, liebe Lisa Ellbrede, Kollato Folsomio hat mir von eurem Wunsch erzählt. Lisa-ke-re-da-da, ich finde es klasse, dass du fernheilen möchtest. Wie schön! Ich helfe dir dabei. Zur Heilerin für R-Wi habe ich dich ja schon ernannt. Du bekommst einen neuen Turnanzug, den wird Tinaxana Beata dir tanzen. Sie weiß, wie es geht. Ich werde Tinaxana Beata die zwei Kreise der Heilung zusenden, und sie wird sie dir in deinen neuen Turnanzug einweben. Damit ist dir dann die Fernheilung möglich. Und nur dir. Ich selber kann R-Wi jetzt nicht verlassen, sonst wäre ich persönlich gekommen. Jedoch tanze ich mit euch, wenn auch nur hier auf R-Wi. Und nun tanzt, ihr beiden! In Gedanken bin ich bei euch. Beata und Lisa begannen zu tanzen. Sie drehten um einander, hoben die Arme und wirbelten umher. Die Lichtbänder erschienen, kreisten um die Tänzerinnen. Beide strahlten. Lisa fühlte sich sehr leicht, fast schwerelos. Sie tanzte begeistert weiter. Beata: Lisa, drehe dich zu mir hin und tanze weiter. Lisa: Ja, Bea. Lisa tat wie geheißen. Beata lenkte das Licht wie eine Spule um Lisas Körper, es umschloss ihren Körper und ihre Arme. Beide nahmen Altidantsas Stimme wahr, die sagte: "iai al ti dant sa swe li ja na sen ner dai ke re li sa el bre da sir kler ne e el bre däl se i gän oh ke re ti na xa na be ja ta foe re demm" Zwei leuchtende konzentrische Kreise erschienen zwischen den beiden. Beata führte Altidantsas Anweisung aus. Sie schob tänzelnd die Kreise zu Lisas leuchtenden Körper. Das Licht wurde zu Fäden, die ineinander verwoben. Daraus formte sich Lisas neuer Turnanzug! Das Licht verschwand und Lisa fühlte den neuen Anzug, zwar eng, aber kuschelig an ihrem Körper. Als beide langsamer tanzten, sprach Altidantsa zu ihnen in Gedanken. Altidantsa: Liebe Lisa, du hast nun einen neuen Turnanzug erhalten mit den beiden Kreisen der Heilung. Damit kannst du nun auch fernheilen. Lisa: Ganz vielen lieben Dank liebe Altidantsa Sweliana! Beata: Ich danke dir auch für das schöne Geschenk für Lisa, liebe Altidantsa Sweliana. Altidantsa: Gern geschehen, ich freue mich für euch beide! Lisa: Liebe Altidantsa, wie mache ich das mit dem Fernheilen? Altidantsa: Lisa-ke-re-da-da, wenn du fernheilen willst, ziehe deinen neuen Turnanzug an, tänzele, hebe deine Arme über deinen Kopf und konzentriere dich auf die Person, die du heilen willst. Du fühlst, wie deine Energie beim Empfänger ankommt und wirkt. Mit deinen Händen und Fingern kannst du deine Heilenergie steuern. Und die Heilkreise auf deinem Turnanzug leuchten unterdessen. Natürlich funktioniert das auch, wenn die zu heilende Person genau vor dir liegt. Dann kannst du sie auch direkt berühren. Lisa: Oh vielen Dank, liebe Altidantsa Sweliana. Ich werde es heute noch probieren. Altidantsa: Liebe Lisa, das freut mich sehr. Probiere es aus. Ich bin stolz auf dich. Bis irgendwann mal wieder. Ich denke an Dich, Lisa-kere-da-da und dich, Tinaxana Beata! Eure Altidantsa Sweliana. Die beiden dankten Altidantsa noch mal. Die Verbindung zu R-Wi war wieder unterbrochen. Lisa betrachtete sich im Spiegel genau. Sie hatte den lila glänzenden langärmeligen Lycra-Turnanzug an, den auf der Vorderseite zwei große goldglänzende konzentrische Kreise zierten. "Hey Bea, schau mal, ich habe ja genau so einen Turnanzug an wie einst auf R-Wi, dieselbe Form und Farbe! Das hast du schön gemacht, danke sehr!" "Ja, bitte schön, Lisa. Eine kleine nette Erinnerung an R-Wi." "Oh Bea, das freut mich. Nun habe ich den schönen Turnanzug bekommen, und ich möchte die Wirkung auch mal ausprobieren." "Dann kannst du ja mal gleich an sie denken, Lisa." "Wie heißt sie denn?" "Rosalanja Smukapia." "Könntest du mich vorher denn mal mit ihr bekannt machen?" bat Lisa. "Das mache ich doch gern. Ich schalte dich in die Kommunikation wieder ein." Beata dachte intensiv an Rosalanja. Als sie Antwort bekam, lächelte sie. Beata: Rosalanja Smukapia, R-Wi-alo! Hier Tinaxana Beata. Rosalanja: R-Wi-alo Tinaxana Beata-ke-re-da-da! Lange nichts von dir persönlich gehört! Oh, was freue ich mich! Beata: Ich freue mich auch! Stimmt, es ist sehr lange her. Wie geht es dir, Rosalanja? Rosalanja: Gut, bis auf meinen linken Fuß. Deswegen bin ich heute zuhause. Und wie geht es dir? Beata: Mir geht es gut. Übrigens, Lorinda sprach vorhin mit mir. Darum spreche ich nun mit dir. Rosalanja: Ah ja. Sie hatte mir alles berichtet, als wir uns vor kurzem trafen. Beata: Du meinst vom Tanzen auf dem Platz der Großen Harmonie? Rosalanja: Genau. Und Lorinda erzählte mir, dass sie dort von einer Heilerin kuriert worden ist. Und du kennst sie. Beata: Genau, ich möchte sie dir jetzt vorstellen, sie ist hier bei mir. Rosalanja, hier ist Lisa. Lisa Ellbrede. Rosalanja: R-Wi-alo Lisa-ke-re-hel-bre-de-in-ne! Lisa: Hallo Rosalanja, ich grüße dich. Rosalanja: Nett, dich kennen zu lernen. Lisa: Ganz meinerseits. Rosalanja: Ich habe von dir gehört, wie du meine Freundin Lorinda geheilt hast. Lisa: Ja, vor zwei Tagen. Rosalanja: Könntest du nun zu mir kommen? Lisa: Das geht leider nicht. Zwischen uns liegen Welten. Rosalanja: Wo bist du denn? Lisa: In Obertupfingen. Rosalanja: Habe ich ja noch nie gehört. Wo ist denn Obertupfingen? Lisa: Auf der Erde. Rosalanja: Wo ist denn die Erde? Rosalanja war ratlos. Sie als R-Wi-a konnte überhaupt nichts mit den Orten Obertupfingen und Erde anfangen. Und Lisa stand als Erdenbewohnerin vor dem Problem, einer Außerirdischen telepathisch zu erklären, wo sich denn die Erde im Weltall befindet. Wie zu erwarten, war auch Lisa vollkommen ratlos. Sie schaute Beata achselzuckend an. Lisa: Oh, Bea, wo bin ich denn überhaupt? Wo ist die Erde? Beata: Lisa, Rosalanja, der Planet Erde liegt im Galaxienhaufen der Lokalen Gruppe, dort in einer Balkenspiralgalaxie mit Namen Milchstraße, weiterhin im dortigen Orion-Arm, und Sonnensystem Sol. Rosalanja: Danke Beata. Das ist ja wirklich sehr weit weg! Und du, Beata, bist du auch da? Beata: Ja, ich lebe hier. Und meine Schwester Scherata Nereida auch. Mit Erlaubnis von Altidantsa. Rosalanja: Hey, super, Beata. Aber wie willst du mich denn heilen, Lisa? Lisa: Über Fernheilung. Ich bin auch hier eine Heilerin. Und die Oberste Bewahrerin der Harmonie, Altidantsa Sweliana, hat mich für R-Wi zur Heilerin ernannt, als ich da war, und nun auch zum Fernheilen. Rosalanja: Dann fang doch bitte an, liebe Lisa Ellbrede. Lisa: Sehr gerne. Liebe Rosalanja, wie kann ich dir helfen, was tut dir weh? Rosalanja: Ich bin mit meinen linken Fuß mal verkehrt aufgetreten und habe ihn verknackst. Er tut sehr weh beim Gehen und Tanzen. Lisa: Danke liebe Rosalanja, ich beginne jetzt. Setze dich mal hin, entspann dich. Fühle meine Wärme kommen. Lisa überlegte, wie es funktionieren könnte, erinnerte sich an Altidantsas Worte. Sie schloss die Augen, hob ihre Arme über den Kopf, tänzelte leicht, spürte, wie die kosmische Energie sie erfüllte und dachte fest an Rosalanja und deren linken Fuß. Sie dachte die folgenden Worte langsam, bedächtig und ruhig. Liebe Rosalanja, ich schicke dir meine heilende Wärme, meine Energie. Sie taucht in deinen Fuß ein. Spüre, wie sie sich sanft ausbreitet. Sie löst die Störung auf. Deine Gelenke beruhigen sich. Sie werden wieder geschmeidig. Dein Fuß hört auf, weh zu tun. Beata bekam Lisas Gedanken mit. Sie sah die Ringe von Lisas Turnanzug aufglühen und Lisas Hände leuchten. Dabei strahlte Lisas Gesicht eine Freude aus, voller Harmonie. Beata freute sich mit ihr. Rosalanja nahm Lisas sanfte und beruhigende Stimme wahr, sah ein Licht auf ihrem Fuß, fühlte auf einmal eine wohltuende Wärme und ein Kribbeln in ihrem schmerzenden Fuß. Dieses Kribbeln und die Wärme verdrängten den Schmerz immer weiter aus ihrem Fuß, bis der Schmerz vollständig verschwand. Lisa merkte über Galaxien hinweg, dass Rosalanjas Fuß schmerzfrei wurde. Das Licht von Lisas Händen und von ihren zwei Ringen erlosch, Lisa nahm ihre Hände wieder herunter. Lisa: Liebe Rosalanja, dein Fuß sollte nun nicht mehr schmerzen. Rosalanja: Hey Lisa, es funktioniert! Mein Fuß tut nicht mehr weh! Danke! Lisa: Gern geschehen, liebe Rosalanja. Ich freue mich auch sehr. Rosalanja: Oh, du bist so klasse, Lisa-ke-re-el-bre-de-in-ne! Ich kann wieder auftreten ohne Schmerzen! Lisa: Bitte schön, Rosalanja! Und ich muss dir was gestehen: Dies eben war meine allererste Fernheilung! Rosalanja: Und es hat auf Anhieb funktioniert! Wie schön! Das hast du toll gemacht! Ich tanze hier zu deinen Ehren! Liebe Lisa, ich würde dich zu gerne mal sehen. Lisa: Ich komme hier leider nicht weg, aber ich kann mich mal beschreiben. Ich bin etwas größer als Beata und zwei Jahre älter als sie. Ich habe blaue Augen und kurze Haare. Ich trage einen langärmeligen lila Turnanzug mit den zwei goldglänzenden Heilkreisen. Wenn du mal Beatas Schwester Nereida zu Hause besuchst, findest du da ein Bild von mir an der Wand. Rosalanja: Ich kann mir dich in etwa vorstellen. Dann werde ich doch mal Nereida besuchen. Beata: Hey Rosalanja, hier Beata. Freut mich auch total, dass dein Fuß wieder in Ordnung ist! Allerdings ist meine Schwester Scherata Nereida zur Zeit nicht zuhause. Sie ist auch hier auf der Erde. Rosalanja: Ach ja, wie schade, Beata. Aber dennoch, danke euch beiden, und danke ganz besonders Lisa! So möchte ich mich dann von euch verabschieden. Vielleicht sehen wir einander doch mal. Beata: Man soll nie nie sagen. Freut mich, Rosalanja, dass Lisa dir helfen konnte. Lisa: Ich fand es auch schön. Mach es gut, liebe Rosalanja. Rosalanja: Danke und Hauduh ihr beiden! Die intergalaktische Verbindung war wieder gekappt. Beata und Lisa schauten sich gegenseitig an und fielen einander in die Arme. "Oh, Bea, ich freue mich so! Ich hätte nie gedacht, dass das möglich ist!" "Ja, Lisa, du bist ganz große Klasse! Ich bin auch überwältigt. Ich wusste zwar von Kollato, dass es möglich ist, aber habe es noch nie in Wirklichkeit erlebt." Die beiden drückten sich noch einige Zeit aneinander. Lisa löste sich dann von Beata. Sie schaute kurz in den Spiegel. "Und mein neuer schöner lila Turnanzug mit den Goldkreisen hat dazu beigetragen, Rosalanja zu kurieren." "Genau. Er steht dir echt gut. Bewahre ihn in Ehren." "Bea, das mache ich, keine Frage! Aber was hältst du davon, wenn ich den neuen Turnanzug nächsten Mittwoch bei der TuFiTa trage?" "Gute Idee, Lisa. Aber sag vorher keinem was von deinem neuen Turnanzug. Niemanden. Und auch ich werde stillhalten. Ich bin gespannt auf Nereidas Gesicht." "Und auf die Gesichter von den anderen. Ich schweige auch. Ich komme einfach zehn Minuten später. Ja, so machen wir das, Bea." Die beiden Frauen kicherten wie zwei Mädchen, die einen schelmischen Plan ersonnen hatten. Beata verabschiedete sich schließlich von Lisa und fuhr zufrieden zurück nach Hause.


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