Die galaktische Turnfee Nereida Drei

Kap. 73: Nereidas erster Arbeitstag

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Montag Morgen. "Ich freue mich schon so, heute geht es endlich wieder los, ich tanze wieder Ballett!" Oksana war bestens gelaunt. Ihre Morgenträgheit war durch diese Aussicht wie weggeblasen. Nereida ließ sich von Oksanas guter Laune anstecken. Sie brauchte sowieso nur wenig Schlaf. Und Tanzen war ja eh ihre Welt. "Und ich tanze mit dir!" Ihre Augen leuchteten. Die beiden Frauen kamen in Hochstimmung in Großtupfingen an. Irina holte sie gut gelaunt von der Bushaltestelle ab. Im Stadttheater wurden sie zusammen mit den anderen von Herrn Scheffler, dem Intendanten, und Sergej Moshnow, dem Ballettchef aus Russland, empfangen. Herr Scheffler begrüßte alle Tänzerinnen und Tänzer, hielt eine kurze Rede und erklärte, welche Formalitäten noch zu regeln waren. Die Freude war bei Nereida etwas gedämpft, als sie wieder mit Formularen konfrontiert wurde. Aber Oksana half ihr da gerne und füllte mit ihr bzw. für sie die Bögen aus. Das Problem mit Nereidas nicht vorhandenem Konto lösten sie, indem Nereida Oksanas Konto angab. Jede wurde noch für den Firmenausweis fotografiert. Herr Scheffler führte alle durchs Gebäude und erklärte die verschiedenen Räume und Säle. Dann ging es endlich zu den Balletträumen, welche neu gestaltet worden waren. Im Umkleideraum bekamen sie jeder einen eigenen Schrank für die Straßen- und Ballettkleidung sowie für persönliche Dinge. Nereida, Oksana, Irina und die anderen zogen sich um. Die drei hatten alle weiße Strumpfhosen, schwarze Trikots und weiße Schläppchen an. Nereida fand das Anziehen der Lycra-Kleidung immer wieder herrlich prickelnd. Im Nachbarraum waren etliche Tische mit Spiegel fürs Schminken eingerichtet. Sie nahmen drei Tische nebeneinander für sich in Beschlag. Oksana hatte Nereida in den vergangenen Tagen morgens erklärt, wie es mit dem Schminken geht. So klappte es bei Nereida schon recht gut. Für die Auftritte später würden hier ein paar Maskenbildnerinnen die Tänzerinnen und Tänzer dabei unterstützen. Frohgemut kamen sie in den großen Proberaum. Sergej empfing gut gelaunt die neue Kompanie. Zu Beginn veranstaltete er ein Tanzspiel, wobei sich die Kompanie namentlich näher kennen lernte. Das war sehr lustig. Der Russe machte seinem Ensemble aber auch deutlich, dass sie harte Arbeit erwartete, und viel Übung nötig sein würde. Oksana, Irina und die anderen wussten das aber schon aus früheren Tagen. Nereida schreckte das auch nicht ab. Auch das Tanzen lernen auf R-Wi war mit viel Übung verbunden. Sie freute sich sogar schon darauf. Nach der Mittagspause, wo die Tänzer in der theatereigenen Kantine speisen konnten, stellte Sergej sein Programm für die neue Spielzeit vor. Das erste Thema lautete: "Wir sind wieder da." Er und Natascha hatten sich einige Choreographien dafür ausgedacht. Sergej ermunterte die Kompanie aber, auch eigene Ideen zum Thema einzubringen. Oksana kam da auf die Idee mit dem Willkommens- und Begrüßungstanz aus R-Wi. Nereida war begeistert. Beide tanzten Sergej den Tanz vor. Er war beeindruckt und beschloss, den Tanz mit ins Programm aufzunehmen. So kam es, dass die neue Ballettkompanie am ersten Tag gut gelaunt begann, unter anderem einen Tanz einzustudieren, der seinen Ursprung etliche zehntausende Lichtjahre entfernt hatte. Auch Gunda hatte einen erfolgreichen Tag. Sie begann ihn in Nereidas schwarzem Turnanzug, in dem sie Morgengymnastik machte. Das gehörte zu ihrem festen Tagesablauf, seitdem Nereida sie zuhause besucht hatte. Sie kam zum Bewerbungsgespräch zur Firma Walter und Söhne, dort, wo Ingo arbeitete. Gunda hatte das Gefühl, dass ihre Gesprächspartner sie genau unter die Lupe nahmen, fühlte sich beim Gespräch aber wohl und selbstsicher und strahlte das auch aus. Ingo hatte vorher mit Paul über die Anforderungen der neuen Stelle gesprochen und Gunda darüber informiert, so dass sie sich optimal vorbereiten konnte und im Gespräch immer eine passende Antwort geben konnte. Die Verantwortlichen hatten auch einen positiven Eindruck von ihr. Hinter der Hand wurde schon beschlossen, sie einzustellen; man wollte aber die drei anderen Bewerber noch abwarten.


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